Die Regeln fürs Wichteln und welche sich zusätzlich lohnen
Wichteln hat nur eine Handvoll Regeln. Ärger gibt es selten, weil jemand sie bricht, sondern weil die Einzelheiten nie besprochen wurden. Klärt sie vor der Auslosung, dann läuft der Rest von selbst.
Die Grundregeln
- Jeder schenkt einmal und wird einmal beschenkt. Jede Person zieht genau einen Namen und wird von genau einer Person gezogen.
- Die Auslosung ist geheim. Du weißt, wen du beschenkst; sonst weiß es niemand, auch die Organisation nicht.
- Niemand zieht sich selbst. Eine saubere Auslosung stellt das sicher.
- Es gibt ein Budget, und es ist eine Obergrenze. Mehr auszugeben ist genauso ein Regelbruch wie gar nichts zu schenken.
- Es gibt einen Termin. Die Geschenke werden an einem vereinbarten Tag übergeben, damit niemand warten muss.
Das solltet ihr vor der Auslosung festlegen
Wer mitmacht. Frag die Leute vorher. Niemand sollte erst durch einen Link erfahren, dass er dabei ist.
Das Budget. Wählt einen Betrag, der für die Person mit dem kleinsten Geldbeutel angenehm ist. Im Büro meist 10 oder 20 Euro.
Ausschlüsse. Paare, Mitbewohner und Leute, die sich ohnehin beschenken, möchten sich meist nicht gegenseitig ziehen. Trag diese Kombinationen vor der Auslosung ein, nicht danach.
Wunschlisten. Entscheidet, ob alle eine ausfüllen sollen. Das macht das Schenken viel leichter und verrät nichts: Du weißt weiterhin nicht, wer dich beschenkt.
Die Übergabe. Persönlich, mit Namensschild unter dem Baum oder per Post bei einer verteilten Gruppe.
Ob sich die Wichtel zu erkennen geben
Es gibt zwei Traditionen. Bei der einen bleibt jeder Wichtel für immer anonym, und auf dem Anhänger steht nur, für wen das Geschenk ist. Bei der anderen wird beim Auspacken geraten, oder am Ende geben sich alle zu erkennen. Beides funktioniert; sagt nur vorher, was gilt, damit niemand aus Versehen eine Karte unterschreibt.
Wenn jemand abspringt
Hat noch niemand den eigenen Link geöffnet, lösch die Gruppe, leg sie ohne diese Person neu an und verschick die neuen Links. Haben die Leute ihre Namen schon gesehen, würde eine neue Auslosung das Geheimnis verderben. Dann ist es am einfachsten, wenn die Organisation den übrig gebliebenen Namen unauffällig an die Person weitergibt, die sonst leer ausginge, oder dieses eine Geschenk aus der Gemeinschaftskasse kauft.
Beliebte Varianten
Manche Gruppen geben ein Motto vor (etwas Selbstgemachtes, etwas für den Schreibtisch), andere raten reihum, wer wen beschenkt hat. Eine eigene Tradition ist das Schrottwichteln, bei dem kuriose oder ausrangierte Dinge verschenkt werden. Varianten sind in Ordnung, solange alle davon wissen, bevor sie einkaufen.
Bereit? Dann geht es zum Wichteln online, oder lies, wie virtuelles Wichteln für verteilte Teams funktioniert.
Häufige Fragen
Kann die Person, die organisiert, selbst mitwichteln?
Ja. Ausgelost wird auf dem Server, und die Organisationsseite zeigt nur, wer den eigenen Link geöffnet hat, nie die Paarungen. Auch die Organisation bekommt einen privaten Link wie alle anderen.
Wie viele Leute braucht man?
Mindestens drei. Zu zweit gibt es kein Geheimnis. Eine echte Obergrenze gibt es nicht; große Firmen wichteln oft abteilungsweise, damit es persönlich bleibt.
Was, wenn die Zahl der Teilnehmenden ungerade ist?
Das spielt keine Rolle. Wichteln ist eine Kette, kein Paartausch: Anna beschenkt Ben, Ben beschenkt Clara, Clara beschenkt Anna.
Können sich zwei Personen gegenseitig ziehen?
Ja, wenn man es nicht verhindert. Unser Generator schließt gegenseitige Paare ab drei Personen von Anfang an aus, damit die Runde nicht in geschlossene Paare zerfällt.